Ein Gedicht

wie so vieles in unserem alltag
gemacht in china
und kommt vom markt in einer provinz
mit namen hubei

schnell wird es zur plag
und stiehlt ihm die show dem klima
vom problemkönig zum prinz
und plötzlich einerlei

es breitet sich rasant aus
erfasst ganz europa
aber angst noch keine spürbar
in unserer sicheren schweiz

dann kommt aus italien niemand mehr raus
gefährdet vor allem oma und opa
und der täter ist klar
heisst hustenreiz

freitag der dreizehnte im märz
der bund greift durch
schulen, restaurants, clubs geschlossen
ständiges händewäschen nun pflicht

ein schlechter scherz
keine spur von furcht
die meisten lachen die ersten hoffen
schliesslich ist noch nicht alles dicht

die detailhändler
sie werden uns schon retten
bieten konserven und toilettenpapier
aber davon scheinbar zu wenig an

in geschäften leere ständer
in spitälern volle betten
jetzt lacht niemand mehr hier
erst der anfang

home office und isolation
zwei meter abstand halten
niemand mehr nach draussen
und duschen mit desinfektionsmittel

bevölkerung endlich bereit zur kapitulation
und solidarität will jetzt walten
sinnlos nun weglaufen
ein held ist wahrlich der im weissen kittel

die strassen völlig einsam
alle reagieren unter oder über
die panik nicht mehr weit
weil eine ausgangssperre droht

neu noch fünf personen gemeinsam
daniel koch wird langsam müder
er schwimmt, er schreit
und die schweiz sieht rot

zahlen schiessen in die höhe
sicherheit gibt nur das eigene heim
einen harten kampf führen
und das «ich» verwandelt in ein «wir»

ein wütender orkan keine sanfte böe
niemand will damit infiziert sein
doch wenn im körper nichts zu spüren
prost! mit einem corona-bier